| Bei allen wasserabweisenden und wasserdichten Textilien bedürfen
Nähte bei der Verarbeitung erhöhter Aufmerksamkeit.
Durch die Nähnadel entstehen winzige Löcher, durch die
Wasser eindringen kann. Durch geschicktes Verlegen der Nähte
kann Abhilfe geschaffen werden (z.B. keine Achselnähte, ev.
Pellerinencoller usw.). Oder nähen Sie mit Baumwollfaden, dieser quillt im Wasser und dichtet damit die Löcher ab. Um wasserabweisende Stoffe wasserdicht
zu machen, können sie mit einer wasserdampfdurchlässigen
Membrane gefüttert
werden. Damit lässt sich ein Kleidungsstück völlig
frei nach dem neusten Trend gestalten, ohne Rücksicht auf
die Nahtabdichtungen zu nehmen. Die Trageeigenschaft wird dadurch
auch angenehmer, die Membrane ist dampfdurchlässig gegen
aussen.
Bei kaschierten Stoffen ist ein wasserabweisender Oberstoff
mit einem angenehm zu tragenden Unterstoff verklebt. Dieser
Leim hinterlässt sowohl an Stecknadeln, wie an der Maschinennadel
Klebrückstände. Benutzen Sie deshalb diese Nadeln
nur für dieses Arbeitsstück. Machen Sie an einem Reststück
eine Nähprobe um herauszufinden mit welcher Nadelstärke
und welchem Nähstich bei Ihrer Maschine genäht werden
muss. Vorsicht: Einmal gesteppte Linien bleiben nach dem Auftrennen
sichtbar. Versichern Sie sich deshalb vor dem Zusammennähen
der Nähte, ob das Modell die gewünschte Weite aufweist.
Wenn Sie zum ersten Mal ein solches Material verarbeiten, wählen
Sie am Besten einen einfachen Schnitt für Ihr Modell.
Imprägnierte Stoffe werden mit einer wasserabweisenden
Ausrüstung versehen. Die Stoffe werden dadurch nicht wasserdicht,
sie wirken aber wasserabstossend. Die Imprägnierung kann
nach einigen Waschgängen nachlassen, und sollte dann aufgefrischt
werden. Chem. Reinigungen bieten diesen Service an.
Die meisten beschichteten Stoffe sind mit 40° ohne Weichspüler
waschbar. Trocknung im Tumbler unterstützt den Imprägnierwert. |